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Neu: Urteile klipp & klar von Wolfgang Büser im Blog
KLIPP UND KLAR

Vorsorge für den Notfall



Liebe Freunde, ob ein Sportunfall, eine Alzheimer-Erkrankung, eine plötzliche Hirnblutung oder eine lange Krankheit – Jeder kann ganz schnell in die Lage kommen, dass er wichtige Entscheidungen nicht mehr selbst treffen kann! Welche Operationen und lebenserhaltenden Maßnahmen dürfen dann vorgenommen werden? Sind Sie mit einer Organspende einverstanden? Wer soll sich um Ihre persönlichen Angelegenheiten kümmern, falls Sie nicht mehr dazu in der Lage sind? Das sind Fragen, mit denen sich Viele leider erst dann beschäftigen, wenn sie bereits mit einem Schicksalsschlag konfrontiert wurden. Auf meiner Webseite möchte ich Sie über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Vorsorge informieren und Ihnen eine Hilfestellung in Form von Formulierungsvorschlägen und Vorlagen anbieten. Und übrigens finden Sie mich jetzt auch noch bei der der Minijob-Zentrale. Der Blog https://blog.minijob-zentrale.de ist mit rund 74.000 Besuchern pro Monat einer der erfolgreichsten Unternehmens-Blogs in Deutschland. Das Autoren-Team der Minijob-Zentrale informiert regelmäßig rund um das Thema geringfügige Beschäftigungen. Ich frage in der neuen Rubrik „Klartext mit Büser“ nach. Es geht um Themen wie Elternzeit, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Krankheitsfall oder Rente. Wir wollen Klartext von den Experten der Minijob-Zentrale. Ihr Wolfgang Büser


Das große Vorsorge-Paket Das umfassende Vorlagen-Paket für Ihre Vorsorge: Mit allen wichtigen Dokumenten. zum Produkt
Das große Vorlagen-Paket Testamente Bestimmen Sie Ihren Nachlass: Rechtssichere Muster-Testamente für jede Lebenslage. zum Produkt
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Weitere Muster und Formulierungshilfen finden Sie in den Kategorien: Testamente, Verfügungen, Vollmachten. Selbstverständlich sind alle Formulare rechtssicher und von Wolfgang Büser geprüft.


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Frage zum Produkt: Innenvereinbarung zur Vorsorgevollmacht
Frage
Meine Frau und ich sind beide schon über 70 Jahre alt, aber noch fit. Ich hätte gerne meiner Frau als Bevollmächtigte bestellt. Falls uns beiden gemeinsam etwas zustößt oder meine Frau nach mir erkrankt, soll meine Tochter aber die Vollmacht erhalten. Kann ich mit dieser Innenvereinbarung klarstellen, dass meine Ehefrau vorrangig alle Entscheidungen treffen soll und meine Tochter nur dann, falls meine Ehefrau gesundheitlich dazu nicht mehr in der Lage ist?

gesendet 13.11.2015
Wolfram
Antwort
Hallo Wolfram, ja, die Innenvereinbarung ist dafür gedacht, die Befugnisse des Bevollmächtigten zu beschränken, aber so, dass die Vollmacht nach außen hin trotzdem gültig bleibt. Sie sollten daher Ihrer Tochter eine eigene Vollmacht aushändigen und gleichzeitig diese Innenvereinbarung mit ihr ausfüllen. Sollte die Tochter die Vollmacht missbrauchen, kann man den Verstoß anhand der Innenvereinbarung nachweisen. Teilen Sie Ihrer Frau mit, wo sich die Innenvereinbarung befindet.
gesendet 13.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Produkt: Bestattungsverfügung
Frage
Hallo, ist es richtig, dass meine Erben die Kosten für meine Bestattung begleichen müssen. Was ist wenn es um das Erbe Streit gibt. Wer bezahlt die Beerdigung dann?

gesendet 13.11.2015
Monika
Antwort
Zwar ist es so, dass die Beerdigungskosten aus dem Nachlass zu entnehmen und somit von den Erben zu begleichen sind. Oft kann es aber dauern, bis endgültig geklärt ist, wer zum Kreis der Erben zählt. Daher ist gesetzlich die sogenannte Bestattungspflicht geregelt. Hier wird eine Rangfolge der für die Bestattung zuständigen Personen bestimmt. An erster Stelle steht der Ehegatte/ Lebenspartner, es folgen Kinder, Eltern und Geschwister, danach entferntere Verwandte. Die Bestattungspflichtigen müssen sich zunächst um die Beerdigung kümmern. Sind die Hinterbliebenen finanziell nicht in der Lage die Kosten vorzustrecken bevor die Erbfrage geklärt ist, kann ein Antrag beim Sozialamt gestellt werden.
gesendet 13.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Thema: Betreuungsverfuegung
Frage
Hallo, angenommen es wird vom Gericht für mich der in der Betreuungsverfügung festgelegte Betreuer bestellt. Wer kontrolliert diesen Betreuer? Kann ich das selber festlegen?

gesendet 09.11.2015
Elke H.
Antwort
Hallo Frau H., wenn ein vom Gericht bestellter Betreuer muss mindest einmal im Jahr dem Gericht Bericht erstatten und Rechnung zu legen, § 1840 BGB. In der Praxis stellt dies aber aufgrund der Arbeitsüberlastung der Gerichte leider oft keine ausreichende Kontrolle dar. Ohne Veranlassung wird die Betreuung häufig nicht näher kontrolliert. Nur wenn das Gericht Hinweise darauf bekommt, dass der Betreuer die Betreuungsmacht missbraucht, kommt es zu einer näheren Prüfung. Ehegatten, Lebenspartner und Verwandte bis zum dritten Grad sind dazu berechtigt, beim Betreuungsgericht Beschwerde einzulegen, wenn sie Zweifel an der Auswahl des Betreuuers haben. Insgesamt ist unbedingt zu empfehlen, eine Vorsorgebetreuung aufzusetzen, durch die in der Regel die rechtliche Betreuung verhindert wird.
gesendet 09.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Thema: Vorsorgevollmacht
Frage
Liebes Team, ich habe meiner Nichte eine Vorsorgevollmacht ausgehändigt. Leider ist seitdem unser Verhältnis schlechter geworden. Ich habe den Verdacht, dass sie hinter meinem Rücken die Vollmacht missbraucht. Was kann ich tun? Wie bekomme ich die Vollmacht denn jetzt zurück?

gesendet 04.11.2015
Margot
Antwort
Liebe Margot, Sie können die Vollmacht jederzeit widerrufen und von Ihrer Nichte zurückfordern. Fordern Sie sie am besten schriftlich per Einschreiben auf. Informieren Sie Ihre Bank und andere Stellen, die von der Vollmacht nach Ihrem Wissen betroffen sind, unverzüglich über den Widerruf. Falls Ihre Nichte die Rückgabe der Vollmacht verweigert, sollten Sie sich einen Anwalt wenden. Im Notfall kann man die Vollmacht bei Gericht für kraftlos erklären lassen und diese Krafloserklärung amtlich bekannt machen lassen.
gesendet 04.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Thema: Patientenverfuegung
Frage
Hallo, ich habe seit ca. 5 Jahren eine Patientenverfügung. Ist diese noch gültig?

gesendet 04.11.2015
Brinkmann
Antwort
Hallo, die Patientenverfügung ist unbegrenzt gültig. Allerdings empfiehlt es sich, den Inhalt noch einmal zu überprüfen, das heißt für sich selbst zu überlegen, ob man seine Einstellung beibehalten hat. Sie können danach die Patientenverfügung einfach noch einmal unterschreiben und damit bekräftigen. Je länger nämlich das Erstellungsdatum zurückliegt, desto größer die Gefahr, dass in Ernstfall Zweifel an dem Inhalt angemeldet werden und Unsicherheiten bestehen. In der Regel wird empfohlen, die Patientenverfügung alle zwei Jahre zu prüfen. Eine Voraussetzung für die Gültigkeit ist dies aber nicht.
gesendet 04.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Produkt: Widerruf eines Testaments
Frage
Hallo, meine Oma hat vor vielen Jahren beim Notar ein Testament hinterlegt. Jetzt möchte sie den Erben ändern. Muss sie nochmal zum Notar oder kann sie das einfach so?

gesendet 03.11.2015
Enkel04
Antwort
Hallo, Ihrer Fragestellung entnehme ich, dass Ihre Großmutter ein Einzeltestament errichtet hat. Diese Information ist für die Beantwortung der Frage wichtig, da für die Änderung eines gemeinsamen Testaments andere Regeln gelten. Jedes Einzeltestament kann durch Erstellung eines neueren Testaments außer Kraft gesetzt werden. Wenn das erste Testament ein notarielles Testament war, kann es trotzdem durch ein neueres, eigenhändiges, privatschriftliches Testament außer Kraft gesetzt werden. Wenn mehrere Testamente existieren, dann ist immer das jüngste Testament gültig. Im neuen Testament sollte dennoch vorsorglich der Widerruf des früheren Testaments erklärt werden, um Missverständnisse auszuschließen. Wichtig: Es muss ein komplett neues Testament aufgesetzt werden. Es reicht also nicht, wenn sie in ihrer Kopie des Testaments Änderungen einfügt. Ihre Großmutter könnte jederzeit ein privates Testament aufsetzen und darin einen neuen Erben einsetzen. Zum Notar muss sie damit nicht. Wichtig ist aber, dass das gesamte Testament komplett mit der Hand geschrieben, unterschrieben und datiert wird. Allerdings sollte Ihre Großmutter das frühere Testament aus der amtlichen Verwahrung zurückholen. Dies rate ich an, um zu vermeiden, dass das neuere Testament "verschwindet" und dann vielleicht nur das alte auffindbar ist. Die Rücknahme eines notariellen Testaments aus der Verwahrung stellt einen Widerruf des Testaments dar. Wir empfehlen also, dass sich Ihre Großmutter an den Notar wendet, der damals das Testament beurkundet hat.
gesendet 03.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Produkt: Organverfügung
Frage
Liebes Büser-Team, ich verbringe meinen Winterurlaub jedes Jahr in Österreich. Stimmt es wirklich, dass mir im Falle eines Unfalls mit tödlichem Ausgang theoretisch alle Organe entnommen werden dürfen, obwohl ich nicht einmal Organspendeausweis habe? Ich bin doch kein österreichischer Staatsbürger! Wie kann ich das verhindern? Haben Sie ggf. ein Formular für mich, sprich: Ist diese Organverfügung auch in Österreich gültig?

gesendet 02.11.2015
Michaeal Bauer
Antwort
Lieber Herr Bauer, tatsächlich gilt in Österreich die sogenannte Widerspruchslösung. Das bedeutet: Jeder der einer Organentnahme nicht ausdrücklich widerspicht kommt im Todesfall als Organspender in Betracht. Das gilt für jede Person, die auf dem Gebiet Österreichs verstirbt, also auch ausländische Touristen. Wir empfehlen Ihnen daher, den Widerspruch schriftlich niederzuschreiben und während Ihres Aufenthalts in Österreich immer bei sich zu führen. Das oben stehende Dokument können Sie zu diesem Zweck als Vorlage nutzen. Hier haben Sie die Möglichkeit, Details genauer zu regeln (beispielsweise, dass nur zu einem bestimmten Zweck gespendet wird oder dass nur bestimmte Körperteile gespendet werden). Falls Sie generell keinerlei Organentnahme wünschen, können Sie auch den normalen [Organspendeausweis|/p/802/index.php?id1=8880&form_id=35034&search=#ffid] benutzen und hierin vermerken, dass Sie einer Organspende widersprechen. Die Unterschrift und das Datum nicht vergessen!
gesendet 02.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Produkt: Das große Vorlagen-Paket Testamente
Frage
Hallo ans Experten-Team, ich habe eine Frage zum Erbrecht: Mein Ehemann hat einen unehelichen Sohn. Wir beide haben keine Kinder. Wir möchten, dass nach unserem Tod das Erbe auf den Sohn und meine drei Patenkinder verteilt wird. Wie muss das Testament gestaltet werden?

gesendet 02.11.2015
Renate Witte
Antwort
Hallo Frau Witte, Sie können sich gegenseitig in einem gemeinsamen Testament (Berliner Testament) zu Alleinerben einsetzen und Schlusserben bestimmen. Allerdings ist zu beachten, dass der leibliche Sohn im Gegensatz zu den Patenkindern einen Pfichtteilsanspruch hat. Sollte Ihr Mann also nach Ihnen versterben, wäre der Pflichtteil höher als der Erbteil, jedenfalls dann, wenn die Erbquoten gleichmäßig auf die Erben verteilt werden. Als einziger Sohn wäre er Alleinerbe und erhielte als Pflichtteil 1/2 des Gesamtnachlasses. In diesem Fall könnte der Sohn den Zusatzpflichtteil (§ 2305 BGB) fordern und von den restlichen Erben eine Zahlung in der Differenz verlangen, die sich zu dem gesetzlichen Pflichtteil ergibt. Hierauf müssen die übrigen Erben eingestellt sein. Auch in dem Fall, dass Ihr Mann vor Ihnen verstirbt, hätte der Sohn einen Pflichtteil, der allerdings geringer wäre.
gesendet 02.11.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Produkt: Patientenverfügung
Frage
Liebes Büser-Team, ich habe zur Patientenverfügung noch zwei Fragen: 1) Ist die Gültigkeit einer Patientenverfügung befristet? 2) Müssen die Unterschriften zwingend beglaubigt werden? Vielen Dank im Voraus für die Antwort!

gesendet 30.10.2015
silke gruhne
Antwort
Liebe Frau Gruhne, die Patientenverfügung hat keine begrenzte Gültigkeit. Solange Sie nicht widerrufen bzw. vernichtet wird, bleibt sie juristisch gesehen verbindlich. Allerdings wird vom Bundesministerium für Justiz empfohlen, die Patientenverfügung in regelmäßigen Abständen zu bekräftigen. Sinn ist, dass man für sich selbst noch einmal prüfen sollten, ob die festgelegten Behandlungswünsche so noch gelten sollen. Die Unterschrift muss nicht beglaubigt werden. Dies empfiehlt sich allerdings in Fällen, in denen man befürchten muss, dass die Echtheit der Unterschrift bezweifelt wird. Falls der Verfasser der Patientenverfügung sich beispielsweise schon in einem fortgeschrittenen Stadium einer Krankheit befindet, kann es empfehlenswert sein, die Patientenverfügung entweder bei einem Notar beurkunden zu lassen (dieser stellt im Rahmen der Beurkundung fest, dass der Verfügende den Umfang seiner Verfügung kennt) oder eine ärztliche Bescheinigung über den Gesundheitszustand beizufügen. In jedem Falle ist zu empfehlen, die Patientenverfügung mit dem Hausarzt durchzusprechen und dies auf der Patientenverfügung zu vermerken. Zwingend notwendig ist auch dieser Schritt allerdings nicht.
gesendet 30.10.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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Frage zum Produkt: 12 Vollmachten und Ratgeber
Frage
Meine Tante hat mir eine Vorsorgevollmacht erteilt und ich habe auch ihre Patientenverfügung in meinem Besitz. Was passiert, wenn ich selbst vor meiner Tante versterbe. Übernimmt meine Frau (als meine Alleinerbin) dann automatisch die Vollmacht?

gesendet 30.10.2015
H. Meyer
Antwort
Hallo Herr Meyer, die Vollmacht ist auf Sie persönlich ausgestellt und kann nicht vererbt werden. Somit verfällt die Vollmacht im Falle Ihres Ablebens. Ihre Tante könnte Ihre Frau zur Ersatzbevollmächtigten bestimmen, wenn dies gewünscht ist. Die Patientenverfügung ist keine Vollmacht. Diese ist gegenüber den Ärzten verbindlich und auch der Bevollmächtigte muss sich an den Inhalt der Patientenverfügung halten. Sie müssten also nur dafür sorgen, dass Ihre Frau weiß, wo sich die Patientenverfügung befindet, damit im Notfall der Arzt davon Kenntnis erlangt. Es ist auch möglich die Patientenverfügung bei der Bundesnotarkammer registrieren zu lassen.
gesendet 30.10.2015
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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