Widerruf eines gemeinschaftlichen Testaments

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Ein gemeinschaftliches Testament kann zu Lebzeiten der Ehepartner vom einzelnen Ehepartner jederzeit widerrufen werden, sofern sich aus dem Inhalt des Testaments nicht eine abweichende Regelung ergibt. Beide Eheleute müssen den Widerruf allerdings gleichzeitig erklären und zwar handschriftlich. Will nur ein Ehepartner die wechselbezüglichen Verfügungen aufheben, dann muss der Widerruf notariell beurkundet werden. Nutzen Sie unsere Vorlage für einen gemeinschaftlichen Widerruf, um die korrekte Formulierung zu benutzen.



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Frage
Bei meinem Onkel besteht ein Berliner Testament. Meine Tante ist jedoch bereits verstorben vor über 10 Jahren. Seit einiger Zeit gibt es Unstimmigkeiten mit dem Erben. Mein Onkel möchte gern Andere Menschen begünstigen. Hat er eine Möglichkeit das Testament zu ändern? Oder gibt es Andere Möglichkeiten seine Wünsche zu erfüllen? Viele liebe Grüße

gesendet 15.04.2016
Beatrix
Antwort
Hallo, es kommt darauf an, ob der Berliner Testament eine Klausel enthält, die dem längerlebenden Ehepartner die Möglichkeit gibt, die festgelegte Erbfolge noch zu ändern. Der Gedanke hinter einem Berliner Testament ist meist, dass der hinterbliebene Ehepartner an die Verfügung gebunden bleiben soll. Der Schlusserbe soll also verbindlich festgelegt werden, um zu verhindern, dass etwa statt der gemeinsamen Kinder plötzlich beispielsweise ein neuer Partner erbt. Enthält das Testament keine anderslautenden Regelungen, dann geht der Gesetzgeber von der Wechselbezüglichkeit der Schlusserbeneinsetzung regelmäßig aus (nach § 2270 Abs. 2 BGB), mit der Folge, dass der überlebende Ehegatte hieran nach dem Tod des erstversterbenden gebunden ist. Eine Änderung ist also in der Regel nur noch möglich, wenn das Testament dies eindeutig vorsieht oder andere Umstände dafür sprechen, dass eine Änderungsmöglichkeit gewollt war. In vielen Berliner Testamenten gibt es solche Gestaltungsmöglichkeiten. Ich empfehle, im Zweifel einen Anwalt oder Notar aufzusuchen, der den Inhalt des Testaments prüfen kann. Ansonsten wäre noch darauf hinzuweisen, dass Ihr Onkel natürlich zu Lebzeiten frei über sein Vermögen verfügen darf, also etwa etwas verschenken darf. Auch dem Fall wäre aber zu empfehlen, sich im Zweifel individuell beraten zu lassen, je nachdem um welche Art von Vermögen es geht, kämen da unterschiedliche Modelle in Betracht.
gesendet 15.04.2016
Expertenteam Wolfgang Büser
 
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